10. August 2010

Für schüchterne Menschen ist Flirten per SMS leichter

"Es flirtet der Mensch, so lang er lebt", könnte man in Abwandlung eines Bonmots eines berühmten, verstorbenen Dichters sagen. Kein Wunder also, dass auch mittels SMS heftig geflirtet wird.

Mit SMS Flirten kann sich zu einer echten Kostenfalle entwickeln. Dann zum Beispiel, wenn man durch all die süßen Worte vergisst, dass jede SMS ein wenig Geld kostet. Für Vielschreiber bzw. Vielflirter kommt darum eine SMS-Flatrate wahrscheinlich günstiger. Doch auch mit einer Flatrate muss man noch aufpassen, dass man nicht an den falschen Dienst gerät. Es gibt nämlich auch professionelle SMS-Flirter, die mit ihren SMS Geld verdienen. Diese müssen sich zwar als Gewerbetreibende ausweisen, doch oft werden die Ausweise so geschickt verpasst, dass sie übersehen werden. Dann kann eine SMS mehr als einen Euro kosten und wird zudem nicht von der Flatrate abgedeckt.

Ansonsten ist der Flirt per SMS eine sehr gute Methode, sich entweder die Zeit zu vertreiben oder auch, einem besonderen Menschen näher zu kommen. Ein großer Vorteil beim Flirten mit SMS ist nämlich, dass man die direkte Reaktion des Gegenübers nicht erleben muss. Was geübte Flirter und allgemein selbstsichere Menschen besonders schätzen, kann schüchterne Menschen davon abhalten, überhaupt zu flirten. Wenn aber die direkte Reaktion fehlt, werden selbst Schüchterne mutig.

Zudem muss man beim SMS-Flirt nicht wie "aus der Pistole geschossen" antworten, sondern kann kurz überlegen, um dann eine möglichst knackige Antwort zu schreiben. Auf diese Weise können sowohl sehr lustige als auch sehr heiße Flirts am Ende herauskommen. Trotzdem bleiben ­plumpe Anmachen und sexistische Sprüche weiterhin unbeliebt und wer meint, man könne verbal über die Stränge schlagen, weil es sich nur um eine SMS handelt, der steht schnell wieder ohne Flirtpartner da. Gleichzeitig gilt: Auch per SMS gibt es nicht den "einen" Spruch. Jeder liebt es, individuell angesprochen bzw. angeschrieben zu werden.

Trotz allem Flirt-Spaß am Handy bleibt das Ziel immer, am Ende den begehrten Menschen auch in der realen Welt in die Arme zu schließen. Insofern hat sich nicht viel geändert. Nur der Weg dorthin ist um eine Spur breiter geworden.