10. August 2010

Zylinderstifte mit Gewinde - Fixierung leicht gemacht

Stifte dienen im Maschinenbau vor allem der Fixierung von Bauelementen aller Art. Sie werden einfach in zwei vorgebohrte Löcher gesteckt. Doch kann man diese einfache Technik noch weiter vereinfachen?

Stifte kennt man nicht nur als Schreibutensilien. Sie finden als Verbindungselemente auch Anwendung im Maschinenbau. So werden mehrere Bauteile durch Einsetzen eines Stiftes in radialer Richtung des Stiftes formschlüssig verbunden. Erreicht wird dies dadurch, dass eine Bohrung durch alle Bauelemente vorgenommen wird, in die der Stift später eingesteckt wird. Dabei ist es wichtig, dass die Stifte vom Durchmesser her größer sind, als die Löcher, in die sie später gesteckt werden sollen. So wird ein sogenannter „Kraftschluss“ erzeugt, der ein Herausfallen der Stifte verhindert. Gleichsam der Methode der fixen Verbindung von Bauelementen können Stifte auch verwendet werden, um eine möglichst gelenkige Verbindung zwischen den Teilen zu erlauben. Des weiteren können sie auch zur Kraftreduzierung sowie zur Drehsicherung und axialen Sicherung dienen.

So erklärt es sich von selbst, dass es bei den im Maschinenbau verwendeten Stiften mehrere Ausführungen gibt. So gibt es einerseits die Kegelstifte, welche zur einfachen Fixierung dienen, dann die Kegelstifte, welche eine spätere Beweglichkeit der Bauelemente zulassen, die Spannstifte, die durch ihre spezielle Bauweise zur Kraftbegrenzung dienen und die Kerbstifte, welche eine Drehung der Bauelemente verhindern. Der Begriff „Zylinderstift“ referiert auf eine weitere Ausführung des Kegelstiftes, welcher an einem Ende schmaler ist als an dem anderen. Meist werden solche Stifte mit einem Gewinde versehen, um eine noch bessere Fixierung von Bauelementen zu sichern. Das Gewinde frisst sich förmlich in das Material und verhindert ein Auseinanderbrechen. Durch die zylinderartige Formung gestaltet sich das Einführen eines solchen Stiftes als sehr einfach. Mit der schmalen Seite voran wird er einfach in das zu bearbeitende Material hineingebohrt, das Element, welches dann an dieses fixiert werden soll, wird dann einfach auf das andere, in das der Stift montiert wurde, aufgedreht. Zu beachten ist hier, dass das letztere Element, also das, in welches das dicke Ende des Stiftes gesteckt wird, mit einer Vorbohrung versehen wird. Dies muss aus dem Grund geschehen, weil sich das Einbohren in das Material mit der dicken Seite des Zylinderstiftes als äußerst schwierig herausstellen kann.

Bevorzugt werden solche Stifte im Maschinenbau genutzt, um dort beispielsweise Karosserien zu fixieren. Aber man kennt dieses Hilfsmittel auch aus anderen Bereichen des Alltages. So wird er beispielsweise auch beim Möbelbau genutzt, um zwei Elemente eines Möbelstückes miteinander zu fixieren.