Satiniertes Glas als Mittel des Designs einsetzen
Ein Kontrast von Material ist immer reizvoll und spannend. Dabei muss es aber nicht nur die Standardausführung sein, sondern man kann auch mit anderen Varianten eines Materials sehr gut variieren.
Einer der klassischen Kontraste bei Einrichtungen wird mit dem Einsatz von Glas erzielt. Besonders in Wohnräumen haben sich Möbel wie Tische mit Glasplatten oder Schränke und Vitrinen mit Glastüren etabliert, aber auch in anderen Räumen kann Glas zum Einsatz kommen. In der Küche beispielsweise sind Türen von Hängeschränken ganz oder teilweise aus Glas, um die strenge Front der Schränke damit aufzulockern. Dabei kann schon ein einzelner Schrank mit einer Glasfront reichen, um der gesamten Küchenzeile ein anderes Aussehen zu geben. Und wenn man nicht genügend Geschirr hat, das man hinter einer klaren Glasscheibe präsentieren möchte, so kann ganz einfach satiniertes Glas zum Einsatz kommen.
Dieses Glas ist ein aus Klarglas hergestelltes Glas, das durch entsprechende Behandlung einer Seite aufgeraut und damit undurchsichtig gemacht wurde. Die Oberflächenbehandlung kann dabei sowohl durch eine Bestrahlung mit einem Strahlmittel als auch durch eine Säurebehandlung erreicht werden. Die nicht behandelte Seite des Glases bleibt dabei glatt wie bei jeder anderen Glasscheibe auch, die behandelte Seite wird aufgeraut und dadurch undurchsichtig. In einem Schrank um Einsatz gebracht, kann man zwar die dahinter stehenden Gegenstände erahnen, aber nicht deutlich erkennen. So können hinter einer Schranktür mit satiniertem Glas also auch Gegenstände stehen, die nicht sofort auf den ersten Blick sichtbar sein sollen. Auch als Regalböden oder als Spritzschutz an der Wand hinter dem Herd kann das Glas eingesetzt werden, da es durch seine Struktur nicht so empfindlich auf Flecken oder Spritzer reagiert und nicht sofort unansehnlich wird.